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Trampolin-Elite bereitet sich in Salzgitter vor

Die fünfte und letzte Station des Trampolin Weltcups 2009 wird an diesem Wochenende in der Sporthalle Amselstieg in Salzgitter-Lebenstedt stattfinden. Deshalb müssen sich gerade jetzt die Springer noch gut vorbereiten.

Viele guten Springer aus der ganzen Welt starten jetzt am Wochenende in Salzgitter, die Stadt des Trampolin-Springens. Sogar die Chinesen mit den Olympiasiegern Lu Chunlong und He Wenna werden mit dabei sein. Gestern gab es schon die ersten Trainings, wobei die Zuschauer schon einen ersten Blick auf die Turner und ihre Übungen werfen konnten. Alle werden wieder versuchen ihr Bestes zu geben und haben sich gut vorbereitet die letzten Wochen. Auch die deutsche Mannschaft will sehr gute Leistungen anstreben und die Fans nicht im Stich lassen. Im Synchronwettbewerb treten hier Dennis Luxon (TG Jugenddorf Salzgitter) und sein Partner Martin Gromowski (MTV Bad Kreuznach) an. Das letzte Mal konnten sie mit den dritten Plätzen bei den World Games in Taiwan und beim Weltcup in Polen überzeugen. Im Einzel werden auch bei den Männern Luxon und Gromowski erwartet sowie bei den Frauen die deutsche Meisterin Jessica Simon (MTV Bad Kreuznach). Außerdem wird das Duo Daniel Schmidt (Bramfelder SV) und Christopher Schüpferling (TV Erlangen) antreten, welches erstmal internationale Erfahrungen sammlen soll.

Ab Freitag beginnen die Qualifikationen. Bei den Frauen werden dabei Alexandra Köhler (Bad Kreuznach) und Sarah Syed (TV Weingarten) im Synchronwettbewerb zu sehen sein. Die anderen Teilnehmer sind jedoch auch sehr stark und die Trainer hoffen, dass sich die deutschen Turner dennoch durchsetzen können. Im November findet dann die Weltmeisterschaft in Sankt Petersburg statt. Nicht teilnehmen werden allerdings Henrik Stehlik und Anna Dogonadze, die erfolgreichsten Turner der Deutschen.

Trampolinspringen bei den Olympischen Spielen

International kann man sagen, dass das Turnen auf dem Trampolin durch die Federation Internationale de Gymnastique (FIG) und die Europäische Turnunion (UEG) vertreten wird. Bekannt ist natürlich auch, dass das Trampolinspringen eine olympische Disziplin ist.

Wenn man sich die Springer aus Europa anschaut, gibt es mittlerweile schon drei Turner, die in die sogenannte Hall of Fame aufgenommen werden konnten. Darunter findet man Anna Dogonadze aus Deutschland, Irina Karavaeva aus Russland und Alexander Moskalenko ebenfalls aus Russland. Sie konnten in den Einzelwettbewerben bei den Europameisterschaften, bei den Weltmeisterschaften und bei den Olympischen Spielen gewinnen. Die Olympischen Spiele werden dabei für die Trampolinspringer immer wichtiger und auch aus Deutschland trainieren sehr viele Springer, um an diesem sportlichen Ereignis teilnehmen zu können. Bei den meisten Sportarten sollte dies der Fall sein.

Seit dem Jahr 200 ist das Trampolinturnen im Einzel als olympische Disziplin aufgenommen. Die ersten Deutschen Trampolinturner waren hier Anna Dogonadze und Michael Serth. Im Jahr 2004 startete Anna in Athen zusammen mit dem Weltmeister von 2003 Henrik Stehlik für die deutsche Mannschaft. Anna hatte dabei das erste Gold für Deutschland bekommen und Henrik erreichte den Bronze-Rang. Deutschland war damit die erfolgreichste Nation beim Trampolin und den Olympischen Spielen 2004. Seit dem Jahr 2004 wurde das Teilnehmerfeld auch um 16 erhöht bei den Trampolinspringern. Im Jahr 2008 konnten Wenna He aus China überzeugen und bei den Männern Lu Chunlong, ebenfalls aus China. Die Olympischen Spiele fanden in Peking statt.

Henrik Stehlik

In Deutschland gibt es viele bekannte Trampolinspringer, die auch an den Olympischen Spielen schon teilnehmen durften. Einer von ihnen ist Henrik Stehlik. Er konnte bisher viele Massen mit seinen außergewöhnlichen Leistungen beeindrucken.

Henrik Stehlik ist am 29.12.1980 geboren und wohnhaft in Salzgitter. Schon mit sieben Jahren konnte er sich für das Trampolinspringen begeistern und ist seinem Verein dem TGJ Slazgitter beigetreten. Salzgitter ist als Trampolinhochburg in Deutschland bekannt. Schon damals hat seine Trainerin Ute Luxon-Pitmakin sein Talent entdeckt und ihn bis heute gut gefördert. Er arbeitet noch jetzt mit ihr zusammen, hat jedoch auch inzwischen einen zweiten Trainer mit Michael Kuhn. Seine Karriere konzentrierte sich bisher immer auf sein Studentenleben und das Leben im Turnverein im heimischen Salzgitter. Er braucht das Gleichgewicht zwischen Universität und Sport, behauptet er selbst von sich. 1991 hat er seinen ersten Jugend-Länderkampf geturnt und war dann seit 1992 im Bundeskader. Seine erste Erfolge stellten sich hier schon in den Jahren 1994 und 1995 ein. Wirklich bekanntgeworden ist Henrik jedoch erst mit seinem Weltmeistertitel im Einzel und in der Mannschaft im Jahr 2003. Bis heute hat er regelmäßig Erfolge zu feiern und hat auch bei den Olympischen Spielen teilgenommen. Im Jahr 2005 war er Sportler des Jahres in Niedersachsen.

Henrik sieht die Faszination im Sport in der Bewegung und in der Freude, die er beim Springen hat. Er kann eine wahnsinnige Sprunghöhe erreichen und dabei immer noch sehr elegant aussehen. Das hat ihn schon als Kind beeindruckt. Er findet es sehr spannend sich in der Luft zu bewegen und probiert immer wieder Neues aus. Deshalb ist auch die Technik beim Trampolinturnen für ihn das Wichtigste. Er macht viel Krafttraining und muss sich beim Turnen auch gut konzentrieren können. „Wenn ich in meiner in meiner Zeit als Sportler zurückblicke, sind natürlich der Weltmeistertitel 2003 in Hannover und die Bronzemedaille in Athen 2004 meine größten Erfolge bisher gewesen. Es gibt jedoch eine ganze Reihe von kleineren Veranstaltungen und Wettkämpfen, an die ich mich sehr gerne zurückerinnere und die mir auch den Grund dafür liefern mit dem Trampolinturnen noch eine lange Zeit weiter zu machen“, sagte er selbst von sich.