Was macht ein gutes Trampolin aus?

Fragen zur Qualität bei Trampolinen

Quelle: Pixabay – geralt

Du möchtest ein qualitativ hochwertiges Trampolin kaufen für den niedrigsten möglichen Preis. Aber Qualität kostet halt. Es gibt Gartentrampoline die nur knapp unter 200 Euro kosten und Modelle die mehrere hundert Euro kosten. Worin unterscheiden sich solche Modelle? Worin unterscheidet sich ein Trampolin welches ein Jahr hält und eines welches viele Jahre Spaß bereitet. Wieso kann man auf billigen Trampolinen nur ein Meter hoch springen und auf hochwertigen zwei und mehr Meter hoch?

Schauen wir uns die wichtigsten Merkmale eines guten Trampolins mal an:

Sprungkraft/ Federung

Die Federung ist natürlich der Wichtigste Faktor. Wieso? Was wäre ein Trampolin ohne Federung? Die meisten Trampoline auf dem Markt verwenden Metall-Spiralfedern. Es gibt jedoch auch Hersteller die versuchen andere Methoden zu verwenden. Gummiseile wurden auch schon probiert und sollen ein besonders sanftes springen ermöglichen. Allerdings sind sie nicht so stark und ausdauernd wie Federn, müssen also womöglich öfter ersetzt werden. Aus  den USA gibt es zudem eine neue Firma welche Trampoline ganz ohne Federn anbietet. Dabei wird die Sprungkraft primär durch das Sprungtuch geliefert welches jedoch zusätzlich von unten durch darunter liegende Flach-Federn gefedert wird. Das soll besonders sicher sein, besonders für Kleinkinder.

In Sachen Preis-Leistung und Ausdauer kann mit Edelstahl-Federn nix mithalten. Die Sprungkraft ist am besten. Deshalb nutzen Wettkampftrampoline auch Spiralfedern. Übrigens werden für Wettkämpfe rechteckige Trampoline verwendet, da hier die Fläche größer ist als auch die Sprungkraft.

Feder ist aber nicht gleich Feder, die meisten Sprungfedern sind heutzutage aus Edelstahl, obwohl es hier auch Qualitätsunterschiede gibt. Worauf jedoch zu achten ist, ist die Länge. Es gibt kurze und lange Federn. Generell kann man sagen, je länger die Feder desto besser. Lange Trampolin-Federn erlauben die höchsten Sprünge. Zu dem gilt: je mehr Federn desto besser. Kurze Federn sind robuster, lassen allerdings auch nicht so hohe Sprünge zu. Leider ist es fast nie möglich kurze durch lange Federn zu ersetzen, da das Gestell und Sprungtuch entsprechend ausgelegt sind. Das nicht nur von der Größe, sondern Rahmen die für kurze Federn ausgelegt sind, sind auch meist weniger stabil da ja nicht so hohe Sprünge abgefangen werden müssen.

Wenn man also die Wahl hat, besser die größeren Federn wählen.

Ein Problem bei Trampolinen mit Metall-Sprungfedern ist, dass die Gefahr besteht auf die Federn zu fallen oder durch die Federn zu treten. Deshalb ist eine gut gepolsterte Randabdeckung extrem wichtig. Billig-Randabdeckungen gehen schnell kaputt und schützen nur unzureichend bei Stürzen auf den Randbereich.

Neben den Federn ist auch die Sprungmatte sehr wichtig. Sieht sie aus wie eine dünne Abdeckplane handelt es sich nicht um Qualität. Eine robuste, dicke, schwarze Sprungmatte verspricht mehr Sprungvergnügen über lange Zeit.

Sicherheit

Bei billig-Sportgeräten wird oft an der Sicherheit gespart. So auch bei Trampolinen. Kinder springen gern mit ihren Freunden auf dem Trampolin herum und kommen dann früher oder Später auch an den Rand und können sich dort an den Federn verletzen. Die Randabdeckung haben wir ja schon besprochen. Eine bessere Polsterung und robuste UV-Stabile Materialien kosten halt mehr als billig-Kunststoffgewebe die schnell reißen. Aber auch gute Federn welche keinen scharfkantigen hacken sondern einen fast runden Hacken haben helfen Verletzungen zu vermeiden.

Jedes Jahr passieren viele Unfälle auf Trampolinen (wie auch beim Radfahren, Skaten, etc.). Viele Unfälle lassen sich jedoch vermeiden. Eigentlich sollten Trampoline immer nur von einer Person gleichzeitig verwendet werden. Befinden sich zwei oder mehr Kinder auf dem Trampolin steigt die Unfallgefahr exponentiell an.

Neben der Randabdeckung ist ein stabiles Sicherheitsnetz extrem wichtig um zu verhindern, dass jemand aus versehen vom Trampolin springt. Optimal ist es, wenn das Sicherheitsnetz auch verhindert, dass jemand auf den Rand springen kann. Die große Gefahr bei billig-Modellen besteht hier nicht nach dem Kauf sondern nach ein bis zwei Jahren. Einfache Kunststoffnetze werden mit der Zeit durch UV-Strahlung zersetzt und werden brüchig. Bei teuren UV-Stabilen Materialien dauert das länger passiert jedoch auch mit der Zeit. Es kann also vorkommen, dass das Schnäppchen Trampolin Sicherheitsnetz nach einem Jahr so viel Schutz bietet wie dünnes Pergamentpapier.

Neben dem Netz ist auch wichtig das die Halterungen welche das Netz hochhalten nicht zu Unfällen führen können. Gute Polsterungen sind hier auch sehr wichtig.

Trampolin Rahmen

Der Rahmen des Gartentrampolins ist eines der wichtigsten Elemente obwohl es von vielen Erstkäufern als nebensächlich angesehen wird. Zum einen ist das Material wichtig damit es bei Wind und Wetter lange rostfrei bleibt. Natürlich muss es auch stabil genug sein um die Kräfte herum springender Personen auszuhalten ohne sich groß zu bewegen oder zu verformen. Dünnwandige Röhren lassen sich überm Knie verformen und tun dies beim Auf- und Abbau fast schon von ganz allein. Je dicker und stabiler desto besser. Aber auch die Form ist wichtig. Wenn etwas größere Kinder mal oben gegen das Sicherheitsnetz springen kann es bei billig-Trampolinmodellen passieren dass es umfällt. Eine nach außen geformte U-förmige Standbeine sind hier zu empfehlen. Auch auf die Höhe und Verbindungsstellen sollte geachtet werden, machen Sie ein guten Eindruck?

Leider gibt es noch keine ausführlichen Tests der Stiftung Warentest für Trampoline, aber es gibt Tüv und GS-Geprüfte Gartentrampolinmodelle welche mehr Qualität versprechen als Billigmodelle. Mehr Informationen zu unseren Gartentrampolin Favoriten nach Erfahrungsberichten auf Test Seite.