Trampolin Tests der Stiftung Warentest

Vor dem Trampolin Kauf möchten sich viele Verbraucher über den Trampolin Testsieger durch Stiftung Warentest informieren. Leider hat Stiftung Warentest seit einigen Jahren kein Trampolin Test mehr durchgeführt. In der Ausgabe (6/2014) gab es jedoch ein Artikel über Sicherheit auf Gartentrampolinen. In diesem Artikel wurde primär auf ein Bericht des Tüv Süd hingewiesen. Im Bericht des Tüv und der Stiftung Warentest wird darauf hingewiesen, dass es nicht nur auf die Qualität des Gartentrampolins ankommt, sondern auch auf die richtige Wartung und Nutzung.

Ultrafit Gartentrampolin Test Check

Das Sicherheitsnetz sollte demnach alle zwei Jahre ausgetauscht werden, da es durch UV-Strahlung und Witterung mit der Zeit brüchig wird und somit nicht mehr vor Stürzen schützen kann. Im Jahr 2011 wurden von Lidl Gartentrampoline zurückgerufen, da die Fangnetze defekt waren.

Die richtige Aufstellung und Wartung ist bei Trampolinen extrem wichtig. Deshalb hat die Schweizer Beratungsstelle für Unfallverhütung eine PDF-Wartungs-Checkliste für Trampoline online gestellt. Diese Checkliste ist sehr ausführlich und kann bei allen Gartentrampolinen verwendet werden.

Trampolin Vergleich:

Ultrafit
Gartentrampolin

Ultrafit Trampolin im Test
Kinetic-Sports
Gartentrampolin

Kintec Sports Trampolin im Test
Hudora
Gartentrampolin

Hudora Trampolin im Test

  Größe

305 cm 310 cm 300 cm

  max. Belastbarkeit

160 kg 160 kg 100 kg

% guter – sehr guter
Kundenbewertungen*

90% 92% 75%

  Sicherheitsnetz

  Randabdeckung

  Rahmenhöhe

80 cm 65 cm ?

  Bodenverankerung

  Bodensicherungsnetz

  Ersatzteile bestellbar

?

  Weitere Größen (in cm)

251, 366, 430 250, 310, 370, 400, 430,
460, 490
250, 400, 480

  Preis:

ab 199,99 €
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ab 219,99 €
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Sicherheit gibts nur bei sachgemäßer Nutzung

Ein wichtiger Faktor für die Trampolin-Sicherheit ist laut dem Tüv Süd der sich auf die amerikanische „Consumer Product Safety Comission“ bezieht, die richtige Nutzung des Sprunggerätes. Kleinkinder bis 6 Jahren gehören z.B. garnicht auf ein Gartentrampolin. Ihr Knochenbau ist noch nicht gut genug ausgebildet. Für Kleinkinder gibt es spezielle Kindertrampoline. Diese sind besonders sanft gefedert und weich gepolstert. Wer glaubt ein Sicherheitsnetz und Randabdeckung macht schwere Unfälle unmöglich hat sich geirrt. Natürlich können solche Sicherheitsaspekte einige offensichtliche Unfallgefahren mildern, aber wer mit 200 km/h gegen einen Baum fährt, dem nützt auch der beste Airbag nichts.

Wer auf dem Trampolin ohne professionellen Trainer ein Überschlag versucht und auf dem Kopf landet, kann sich schnell mal das Genick brechen. Genauso gut kann beim rumtollen mehrerer Kinder auf dem Trampolin aus versehen mal ein Knie oder Fuß auf dem Nacken eines Kindes landen und genau so verheerende Verletzungen verursachen. Genau so kann sich jemand der mit dem Fahrrad einen unbekannten steilen Waldweg herunter düst auch dauerhafte Wirbelsäulenschäden zuziehen. Auch kann ein Kopfsprung in ein unzureichend tiefes Baggerloch schwerwiegende Verletzungen verursachen. In den letzten Jahren hört man auch öfter mal von Skiunfällen bei denen trotz Schutzhelmen bleibende Schäden zurückbleiben. Zwei Kinderköpfe die beim Springen beschleunigt zusammenstoßen sind da natürlich nicht weniger gefährdet.

Trampoline sind nicht nicht gefährlicher als andere Freizeitaktivitäten oder sogar das normale Leben im Haushalt, aber viel zu oft fehlt halt das richtige Sicherheitsverhalten. Viele Aufsichtsverantwortliche vernachlässigen gern ihre Aufsichtspflicht sobald die Kinder innerhalb des Sicherheitsnetzes sind. Vor Autos werden Kinder gewarnt und beschützt, aber dann bedenkenlos auf dem Trampolin sich selbst überlassen.

Hals & Beinbruch bei unsachgemäßer Nutzung !  Vermeidbar !

In den USA gibt es wesentlich mehr Trampolin Nutzer als in Deutschland. Dementsprechend kann man durch die Unfallstatistiken dort auch auf Gefahren in Deutschen Gärten schließen. Allerdings, wenn man sich auf Youtube anschaut was dort alles für seltsame Versuche auf Trampolinen veranstaltet werden (z.B. Sprung vom Dach aufs Trampolin), muss man das alles mit einer priese Salz hinterfragen. Ausführliche Informationen über die Gefahren von Trampolinen gibt es von der US Gesellschaft für Knochenmarkverletzungen. Hier einige Statistiken:

  • Pro Jahr werden in den USA fast 250 000 Personen wegen Trampolinverletzungen behandelt. 185 000 davon sind Kinder unter 14 Jahren. Zwei-drittel aller Unfälle.
  • Zwischen 1990 und 2000 hat sich die Anzahl an Trampolin-Notfällen verdreifacht. In der Zeit gab es ingesamt 11 Tote verteilt von in Altersklassen.
  • Herunterfallen vom Trampolin (ohne Sicherheitsnetz) führt meist zu Knochenbrüchen und dauerhaften Invalidität.
  • Überschläge und Unfälle mit anderen Personen auf dem Trampolin können auch zu schweren Knochenbrüchen und dauerhaften Wirbelsäulenverletzungen führen.
  • Trampolin-Knochenbrüche sind meist keine einfachen sauberen Brüche sondern schwer heilende Splitterbrüche.
  • 15% der Unfälle passiert Kindern unter 6 Jahren.
  • Unfallverteilung: 40% Fuß & Beinbrüche, 30% Hand & Armbrüche, 20% Nackenbrüche, 10% Schulter/Rumpf-Brüche.
  • Allerdings müssen nur 4% der Trampolin-Notfälle im Krankenhaus bleiben.

Das klingt jetzt alles sehr gefährlich. Um das mal ins Verhältnis zu setzen. In den USA sterben jedes Jahr 6000 Kinder in Haushaltsunfällen und 2.000.000 verletzen sich bei Unfällen im Haushalt (Quelle: RoSPA). Da könnte man fast argumentieren, dass es auf dem Trampolin sicherer ist als im Wohnhaus/Wohnung.

Wer jedoch ein Trampolin im Garten stehen hat und auch fremde Kinder darauf springen lässt, für den stellt sich auch die Frage, wer bei Unfällen haftet. Grundsätzlich ist diese Frage nicht so einfach zu beantworten. Das Trampolin muss nachweislich Sachgemäß aufgestellt und gewartet sein. Dann stellt sich die Frage ob der Unfall durch leichtsinniges Verhalten verursacht wurde, aber auch welche Aufsichtsperson eventuell ihre Aufsichtspflicht verletzt hat. Das muss nicht immer der Eigentümer sein. Aber ich bin kein Rechtsexperte, jeder sollte sich selbst darüber Informieren.

Ich nenne diese Statistiken und Rechtsaspekte jedoch nicht um Familien den Spaß am Trampolinspringen zu vermiesen. Schwere Unfälle kann man vermeiden wenn man bestimmte Sicherheitsregeln beachtet und Kindern beibringt!

Sicherheitsregeln fürs Trampolin

Wie kann man also sich und die Kinder vor schweren Unfällen schützen?

  1. Trampolin sachgemäß aufstellen und regelmäßig prüfen bzw. Warten. (Checklist) Gartentrampoline nur mit funktionierendem Sicherheitsnetz nutzen.
  2. Kinder sollten nur unter kundiger Aufsicht springen (Am besten eine fachkundige Person die sich mit Trampolinen auskennt, aber zumindest jemand der die Gefahren bzw. Sicherheitsregeln kennt und ernst nimmt.)
  3. IMMER nur eine Person/ Kind auf dem Trampolin! Viele Unfälle passieren durch Zusammenstöße mehrerer Kinder oder Personen auf dem Trampolin. Besonders gefährlich ist die Kombination „Erwachsener + Kleinkind unter 6“. Das Sprungtuch welches den Erwachsenen in die Luft katapultiert kann gleichzeitig beide Beine des Kindes brechen. Auch mehrere Kinder unterschiedlichen Alters stellen eine hohe Unfallgefahr dar.
  4. Keine Überschläge oder andere gefährliche Sprünge auf dem privaten Trampolin. Wer solche Sachen lernen möchte sollte in ein Trampolinverein eintreten. Dort gibt es Experten die genau wissen wie so etwas sicher unterrichtet werden kann.
  5. Springen primär in der Mitte des Trampolins. Am Rand ist die Sprungkraft sowieso nicht so gut und es ist leichter sich am Rand zu verletzen.
  6. Richtig fallen lernen: Das richtige fallen lernen kommt jedem in vielen Lebenslagen zugute. Wer auf dem Trampolin das Gleichgewicht verliert und versucht sich mit einer Hand abzufangen kommt schneller ins Krankenhaus als man in dem Moment denken kann. Mit ein wenig Wissen und Übung kann man im Fall eines Sturzes blitzartig richtig reagieren und Knochenbrüche vermeiden.
  7. Grundsprünge mit dem Kind zusammen besprechen und üben: Welche Sprünge sind OK, welche nicht. Was kann ich tun wenn man falsch aufkommt.

 

Ersatzteile Verfügbarkeit ist bei der Trampolin Auswahl wichtig.

Aus den Hinweisen der Stiftung Warentest und des Tüv Süd ergibt sich das man beim Gartentrampolin Kauf darauf achten sollte, dass Ersatzteile des selben Herstellers verfügbar sind. Selbst „UV-Stabile“ Sicherheitsnetze müssen früher oder später ersetzt werden. Wählt man ein billig-Trampolin, kann dann aber in 2-3 Jahren wichtige Teile nicht erneuern zahlt man letzten Endes drauf. Da Trampolin Größen und Bauformen nicht standardisiert sind, muss man dann Glück haben, ein Ersatzteil eines anderen Herstellers zu bekommen, dass passt.

Trampolin Test durch Kunden

Die drei meist gekauften Trampolin Formen sind Outdoor Gartentrampoline, Indoor Minitrampoline und Kindertrampoline fürs Kinderzimmer. Mehr Informationen über Auswahl und Sicherheitskriterien der einzelnen Trampoline gibt es in unserem Trampolin Test Artikel. Ein guter Anhaltspunkt sind jedoch viele gute Kundenbewertungen in Online Shops wie z.B. Amazon. Diese zeigen zwar meist keine Langzeit-Qualitätsprobleme, aber der erste Eindruck ist meist ein guter Indikator für Qualität. Wenn es über 20 Kundenbewertungen gibt, kann man sich auch relativ sicher sein, dass die meisten davon wirklich von Kunden stammen. => Trampolin Kundenbewertungen bei Amazon

 

Trampolin Varianten und Preise

Ultrasport Minitrampolin
Minitrampolin
ab 49,99 €
Ultrasport Gartentrampolin
Gartentrampolin
ab 149,99 €
Ultrasport Kindertrampolin
Kindertrampolin
ab 69,90 €

Aktuell weisen die Trampoline der Marke Ultrasport die besten Kundenbewertungen auf. Es gibt auch günstigere Trampolin Hersteller aber diese sind unserer Meinung empfehlenswert.




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